Geschichte Fischerhaus

An der Deggenhauser Aach und zugleich am Rande des dort beginnenden Leutkircher Waldes liegt das Fischerhaus. Dieses wurde im ausgehenden 18. Jahrhundert vom Kloster Salem für den Fischereimeister erbaut.
Aufgrund der Ordensregeln über die Ernährung der Mönche (Fleischverbot), besaß die Fischzucht und damit die Anlage von Fischweihern, einen großen Stellenwert als klösterliche Versorgungs-einrichtung. Das Kloster Salem hat wie kein anderes Zisterzienserkloster gerade diesen Wesenszug so vollständig und unberührt bewahrt. Noch heute sind in der Drumlinlandschaft westlich von Salem 12 dieser Teiche erhalten. Dieser hohe Stellenwert spiegelt sich in der besonderen Architektur des repräsentativen zweigeschossigen Fischerhauses wieder.
Anfang des 19. Jahrhunderts fiel durch die Säkularisation das Fischerhaus, als Bestandteil des Klosters, in den Besitz des Markgrafen Carl Friedrich von Baden und besteht seitdem in Familienbesitz.
Bis zuletzt wurde in diesem idyllischen Fischerhaus ein betreutes Wohnen für Senioren geführt bis dieses den heutigen Ansprüchen und Regulierungen nicht mehr entsprach.